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Samstag, 25. August 2007

Ein toller Tag. Frühs erstmal einen Film geschaut, weiss nicht mehr wie er hiess, ich gehe später nachsehen. Neu war er, mit Leonardo DiCaprio und dem Typen aus den Bourne-Filmen, dessen Name mir gerade nicht einfällt. Überhaupt fällte mir gar nichts mehr ein. Wie singt man denn „Happy Birthday“ auf deutsch? Gestern wollten sie das von mir wissen, und ich hab’s vergessen.

Ausserdem war er nicht gut. Es ging irgendwie um - eigentlich hab ich keine Ahnung worum es ging; ich musste die ganze Zeit wegschauen, weil ich mir diese sinnnlose Gewalt nicht ansehen konnte. Wir haben mittendrin aufgehört und sind weggefahren.

Ziel: eine geheimnisvolle „gruta“ – eine Grotte. Zuerst haben wir noch einen Wasserfall von oben angesehen. Man hält an auf freiem Feld, klettert durch urwaldartiges Gestrüpp (wir haben keine Schlangen gesehen) und über grosse glitschige Felsen – und plötzlich steht man in einer Art Fluss, der im nichts verschwindet. Was für ein Panorama. Die Grotte war toll, nicht zuletzt weil niemand ausser uns dort unten war. Und überall Wasser. Ausserdem waren die dunklen Durchgänge nicht überall durch Neonlichter verschandelt, sondern einfach dunkel. In Deutschland ginge das nicht, aber das ist gerade das, was ich so mag. Dann haben wir den Wasserfall von unten gesehen. Und er war gar nicht mehr so klein. Faf: Winnetou pur. Sieht aus wie der berühmte spot in Kroatien, wo wir immer hinwollten. Extra Bilder gemacht.

Ich mag das brasilianische Land. Ohne viel Nutzen liegen heute noch die Bahnschienen herum, denn sie werden heute nicht mehr benutzt. Stellt euch vor, Brasilien zur Zeit der Kolonisation durch Europäer: Holz, Dampfloks, Regen, ... Später haben wir – auf der Suche nach einem Aussichtspunkt – auf freiem Feld gehalten. Normalerweise tun einem Kühe ja nichts, friedliche Tierchen ... Aber als die plötzlich auf uns zugehüpft kamen und meine Begleiterinnen auf und davon waren, war ich mir da nicht mehr sicher. Ich hab jedenfalls nicht versucht sie zu streicheln und bin ins Auto. Wir haben davon abgesehen, zu diesem Punkt zu laufen. Im Auto waren wir sicher vor diesen verrückten Tieren. Ausserdem stehen hier uralte Kirchen rum. Sie sind nicht so alt, stammen vielleicht aus der Zeit um 1890, aber sie sind verlassen und unheimlich und kaputt. Richtig mystisch. Von innen noch viel mehr wie „Haunted House“.

Abends grillen. Das macht man fast jeden Tag hier. Das Haus voller Verwandter. Rê hat mich auch hier vorgewarnt: „I haven’t seen my uncle for one year. You’re so happy. You have just arrived and meet him. He’s really crazy.” Nicht dass mir diese Beschreibung helfen würde, irgendwen zu identifizieren, denn hier ist ausnahmslos jeder verrückt. Es war doch ganz lustig („De tiger – roaaaaaaaaar...&ldquo, aber sie haben mich hundertmal über die deutsche Vergangenheit ausgefragt. Als das schliesslich auch geklärt war und ich ihnen verständlich gemacht habe, dass das ganz und gar kein Witz ist, waren sie zu betrunken, um noch irgendwas anderes zu tun ausser zu lachen. Lisa: Pergamonmuseum pur.

Sonntag, 26. August 2007

Ah, ihre Oma hatte Geburtstag. Ich weiss nicht, wie alt sie geworden ist, aber dafür, dass es nicht annähernd so viele Gäste wie Lebensjahre gewesen sein könnte. Ein Onkel konnte sogar Englisch mit mir sprechen, da er das Jahr 1974 in den Vereinigten Staaten verbracht hat – in Arizona und Kalifornien. Noch mehr Geschichten, von verrückten betrunkenen Studenten in Guatemala. Das ist so nah. Irgendwann mussten wir gehen, da João in einem Fort gerufen hat, er will nach Hause (para casa), und so sind wir Auto gefahren, damit er einschläft. Den Nachmittag bei Freunden von Rê verbracht und von dort gegen abend in kleinen Gruppen zu ihrem Haus aufgebrochen, wo es Abendessen gab. Pastellos!

So weit das update. Irgendwann mehr. Unterschreiben? Ihr wisst doch, wer ich bin.

27.8.07 15:33
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lisa / Website (27.8.07 22:52)
Wie spricht man João aus? Ich habe ein Buch gelesen, in dem gleich zwei (portugiesische) Leute so heißen, und ich weiß nicht, ob man ihn eher spanisch oder eher mit "sch" spricht. ?

Der Film: Nicht zufällig 'The Departed'? Falls doch, dann trete bloß keinem Scorsese-Fan unter die Augen und geb zu, dass du mittendrin gegangen bist. Das ist immerhin der Film, der ihm nach den Jahren den Regieoscar beschert hat. Aber, völlig egal, und ich hab ihn selbst nicht gesehen.

Verstehst du schon was, wenn alle um dich rum Portugiesisch sprechen? (Bzw. ist es nicht alptraumhaft, niemanden zu verstehen? Also, falls du so wenig verstehst, dass es zu vernachlässigen ist. Wie der Luftwiderstand und all die anderen Komponenten, die in der Physik der Einfachheit halber immer außer Acht gelassen werden und dafür sorgen, dass die Ergebnisse im Grunde völlig falsch sind. -- Um mal so abzuschweifen, wie du es immer tust und ein Stück Heimat nach Brasilien zu schicken. Btw: Der Leberecht hat neulich gesagt (in einem Zusammenhang, den ich leider vergessen habe), "Für die Kunst und die Physik ist die Realität halt scheiße." Awww.)

Ich freu mich schon auf die Fotos!

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